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Energiestoffwechsel — Drei
Mineralien im wissenschaftlichen Blick

Wissenschaftliche Fakten zu 3 Mineralien — gemäß EU-Verordnung (EU) Nr. 432/2012

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Was versteht man unter Energiestoffwechsel?

Der Energiestoffwechsel umfasst die Gesamtheit aller biochemischen Prozesse, durch die der Körper Energie aus der Nahrung gewinnt und den Zellen verfügbar macht. Kohlenhydrate, Fette und Proteine werden dabei in kleinere Moleküle zerlegt und über verschiedene Stoffwechselwege — darunter Glykolyse, Citratzyklus und die oxidative Phosphorylierung — in die universelle Energiewährung ATP umgewandelt.

Dieser Vorgang findet in nahezu jeder Körperzelle statt, wobei die Mitochondrien als zentrale Orte der Energiegewinnung fungieren. Damit die einzelnen Schritte korrekt ablaufen können, benötigt der Organismus eine Reihe von Kofaktoren, darunter bestimmte Mineralien.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat wissenschaftliche Gutachten zu mehreren Mineralien erstellt. Auf dieser Grundlage hat die EU-Kommission zugelassene gesundheitsbezogene Angaben für Eisen, Magnesium und Kupfer in Bezug auf den normalen Energiestoffwechsel veröffentlicht.


Drei Mineralien — dokumentierter Beitrag zum Energiestoffwechsel

Eisen, Magnesium und Kupfer verfügen jeweils über eine von der EU zugelassene gesundheitsbezogene Angabe zum normalen Energiestoffwechsel.

Fe

Eisen

Eisen ist ein Spurenelement, das als Bestandteil von Hämoglobin den Sauerstofftransport im Blut ermöglicht. In den Mitochondrien wirkt Eisen als Kofaktor in den Eisen-Schwefel-Clustern der Elektronentransportkette, die für die ATP-Synthese von dokumentierter Bedeutung ist.

Rotes Fleisch, Hülsenfrüchte, Spinat und angereicherte Getreideprodukte zählen zu den bekannten Eisenquellen. Der tägliche Referenzwert liegt gemäß EU bei 14 mg.

„Eisen trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Mg

Magnesium

Magnesium ist ein Mengenelement, das an über 600 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt ist. Im Energiestoffwechsel liegt ATP physiologisch überwiegend als Mg-ATP-Komplex vor — Magnesium stabilisiert die Phosphatgruppen und ermöglicht so die Energieübertragung in den Zellen.

Grünes Blattgemüse, Nüsse, Vollkornprodukte und Bananen sind natürliche Magnesiumlieferanten. Der tägliche Referenzwert liegt gemäß EU bei 375 mg.

„Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Cu

Kupfer

Kupfer ist ein Spurenelement, das als Bestandteil der Cytochrom-c-Oxidase eine dokumentierte Funktion in der mitochondrialen Atmungskette erfüllt. Dieses Enzym katalysiert den letzten Schritt der Elektronentransportkette und ermöglicht die abschließende Reduktion von Sauerstoff zu Wasser.

Leber, Schalentiere, Cashewkerne und Kakao gehören zu den natürlichen Kupferquellen. Der tägliche Referenzwert liegt gemäß EU bei 1 mg.

„Kupfer trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012


Warum der Energiestoffwechsel für den Organismus bedeutsam ist

Jede Zelle des menschlichen Körpers benötigt Energie, um ihre Funktionen aufrechtzuerhalten. Der Energiestoffwechsel bildet die Grundlage für zahlreiche biologische Vorgänge:

Ein erwachsener Mensch setzt täglich zwischen 1.500 und 2.500 kcal um, abhängig von Alter, Geschlecht, Körperzusammensetzung und Aktivitätsniveau. Dieser Energieumsatz erfordert das reibungslose Zusammenwirken enzymatischer Systeme, die auf spezifische Kofaktoren angewiesen sind.

Die molekulare Ebene: Von der Glukose zum ATP

Der Abbau von Glukose beginnt im Zytoplasma mit der Glykolyse, bei der ein Molekül Glukose in zwei Moleküle Pyruvat gespalten wird. Unter aeroben Bedingungen wird Pyruvat anschließend in den Mitochondrien durch die Pyruvat-Dehydrogenase in Acetyl-CoA umgewandelt, das in den Citratzyklus eintritt.

Im Citratzyklus entstehen Reduktionsäquivalente (NADH und FADH₂), die ihre Elektronen an die Atmungskette abgeben. Hier findet die oxidative Phosphorylierung statt — der Prozess, bei dem der Großteil des zellulären ATP erzeugt wird. Mehrere Komplexe dieser Kette enthalten Eisen- und Kupfer-Ionen als funktionelle Bestandteile.

Gemäß der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 dürfen für Eisen, Magnesium und Kupfer jeweils spezifische Angaben zum normalen Energiestoffwechsel gemacht werden.

Eisen in der Atmungskette

Eisen liegt in den Mitochondrien als Bestandteil von Häm-Proteinen und Eisen-Schwefel-Clustern vor. Die Komplexe I, II und III der Atmungskette enthalten Eisen-Schwefel-Zentren, die den Elektronentransport ermöglichen. Ohne diese Eisen-Zentren wäre der Transfer von Elektronen auf Sauerstoff nicht möglich, und die ATP-Synthese käme zum Erliegen.

„Eisen trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Magnesium und die ATP-Bereitstellung

Magnesium ist nicht nur Kofaktor zahlreicher Enzyme des Citratzyklus, sondern bildet mit ATP den physiologisch aktiven Mg-ATP-Komplex. Die Kinasen, die Phosphatgruppen übertragen, erkennen in der Regel nicht freies ATP, sondern den Magnesium-gebundenen Komplex. Damit ist Magnesium an nahezu jedem Schritt der Energiebereitstellung beteiligt.

„Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Kupfer in der terminalen Oxidation

Der Komplex IV der Atmungskette — die Cytochrom-c-Oxidase — enthält sowohl Kupfer- als auch Eisen-Zentren. Die Kupfer-Ionen im CuA- und CuB-Zentrum dieses Enzymkomplexes nehmen Elektronen auf und übertragen sie auf den molekularen Sauerstoff. Dieser letzte Schritt der Kette ist mit der Protonenpumpe gekoppelt, die den Protonengradienten für die ATP-Synthase antreibt.

„Kupfer trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012


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